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Drei neue Judo-Dan-Graduierungen in Goslar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Judo-Karate-Club Sportschule Goslar e. V.   
Montag, 29. September 2014 um 17:18

In der letzten Zeit haben drei Judokas des Judo-Karate-Club Sportschule Goslar Graduierungen zu Dan-Graden absolviert, besser bekannt als „schwarze Gürtel“.

So hat Maximilian Hofmann aus Seesen schon im Juni erfolgreich seine Prüfung zum ersten Dan abgelegt. Er hat vor 16 Jahren in der Seesener Außenabteilung des JKCS Goslar bei seinem Trainer Wolfgang Hasprich mit Judo begonnen und nun mit 23 Jahren diese Prüfung in Hannover abgelegt. Länger im Judo-Geschäft sind die beiden folgenden Prüfungsteilnehmer, die im Rahmen der jüngst durchgeführten Judo-Sommerschule im Judo-Leistungszentrum in Hannover ihre höheren Dan-Prüfungen abgelegt haben. Rolf Krieger, heute 60 Jahre alt macht seit über 50 Jahren Judo und trainiert Woche für Woche den Judo-Nachwuchs in Goslar. Er hat erfolgreich die Prüfung zum 3. Dan abgelegt. Wolfgang Kummer betreibt Judo seit 1967, ist Vorsitzender des Vereins und hat nun mit fast 59 Jahren die Prüfung zum vierten Dan abgelegt. Er ist damit zurzeit im Kreis Goslar der höchstgraduierte Judoka. Nur sein ehemaliger Judolehrer Manfred Gillner hatte schon 1982 die Graduierung zum 5. Dan erlangt. Krieger und Kummer haben sich im vergangenen Jahr gemeinsam auf ihre Prüfungen vorbereitet und insbesondere die Katame-no-kata, die Prinzipien der Bodentechniken sowie die Ju-no-kata, die Kata der Geschmeidigkeit studiert.

Wolfgang Kummer (4. Dan), Rolf Krieger (3. Dan)

Wolfgang Kummer (4. Dan) und Rolf Krieger (3. Dan)


Der schwarze Gürtel im Judo gilt in der Öffentlichkeit als Ausdruck der Meisterschaft und des Könnens schlechthin, als etwas Besonderes, Herausragendes. Im eigenen Judo-Selbstverständnis sieht das deutlich bescheidener aus. Judo wird als „Do“, als lebenslanger Weg des Lernens und der persönlichen Entwicklung mit dem Streben nach technischer und moralischer Vervollkommnung gesehen. Die erste Dan-Prüfung kennzeichnet richtigerweise den Abschluss der Kyu- oder Schüler-Graduierungen, mit denen Schritt für Schritt das technische Judo-Repertoire erlernt und erweitert wurde. Mit dem ersten Dan beginnt aber „nur“ eine höhere Phase des Lernens und Verstehens der Kampfkunst. Der erste bis dritte Dan-Grad dient einerseits der Vervollständigung des technischen Könnens des Judokas und verlangt anderseits eine umfangreiche Beschäftigung mit den sogenannten Katas, den historischen Formübungen aus der Gründerzeit des Judo Ende des 19. Jahrhunderts. Mit höheren Dan-Graduierungen wird der Judoka schrittweise an die Rolle den Lehrenden herangeführt. Neben dem Demonstrieren des Technikprogramms muss der Judoka zunehmend auch  die Wirkprinzipien und Voraussetzungen für das erfolgreiche Anwenden jeder spezifischen Technik erklären können. Darüber hinaus muss er sich für den 4. Dan sowohl mit dem geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergrund des Judo beschäftigen und die philosophischen Prinzipien studieren und erklären können, um dann mit dem 5. Dan schließlich die Rolle des Judo-Lehrers erlangt zu haben.

Die ersten 5 Dan-Grade lassen sich durch die Gürtelfarbe nicht unterscheiden, sie tragen allen den schwarzen Gürtel. Höhere Dan –Grade kann man nicht mehr durch Prüfungen erlangen, sie werden ausschließlich für besonderes Wirken und Verdienste im Sinne des Judo verliehen. Graduierte zum 6. und 7. Dan können einen rot-weißen Gürtel tragen. Die Graduierten zum 8. bis 10. Dan tragen rote Gürtel.

 

 
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